Diese relativ neue Therapieform ist eine spezielle manuelle Therapie.

Sie geht zurück auf die Arbeiten der Ärzte Heesch und Steinrücken. Diese haben festgestellt, dass der Sympathikus als Teil des vegetativen Nervensystems bei der Schmerzentwicklung und bei Beschwerden insbesondere im Wirbelsäulenbereich eine große Rolle spielt. So drücken etwa blockierte Wirbel auf diesen Nervenbereich und reizen ihn. Die Folge sind Schmerzen und Beschwerden, die sich oft chronifizieren.

Die Behandlung konzentriert sich auf die Wirbelsäule und den Sympathikus. Dieser befindet sich als so genannter Grenzstrang im vorderen Bereich der Wirblsäule und kann, so die Theorie, bei Fehlfunktionen irritiert werden und unterschiedliche Krankheitssymptome auslösen.

Sie findet Anwendung bei:

  • dauerhaften und chronischen Schmerzzuständen
  • Schmerzzuständen, die sich in oder nach Ruhephasen verschlimmern
  • Schmerzzuständen, die ausschließlich nach der Ruhephase auftreten

Von den manuellen Techniken her ist die Sympathikustherapie eine Fortentwicklung der bekannten Dorntherapie. Es wird mit sanften Reflexgriffen an bestimmten "Triggerpunkten" gearbeitet. Damit sollen dort vorliegende Blockaden gelöst werden. Bei dieser Therapieform kann die Art des Schmerzes an bestimmten Stellen bereits Aufschluss über die Art der Blockade und Reizung geben.