Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein Oberbegriff für eine mechanische Therapie, die hinsichtlich der Gerätetechnik und ihrer Anwendung recht vielfältig zum Einsatz kommt.

  1. Drucklufterzeugte Stoßwellen, so gennannte radiale Stoßwellen
  2. Elektromagnetische Stoßwellen. Sie sind energiereiche, hörbare Schallwellen. Sie treten in der Atmosphäre, z.B. bei Blitzschlag, auf oder wenn Flugzeuge die Schallmauer durchbrechen

Medizinisch werden Stoßwellen bereits seit 1980 u.a. zur Auflösung von Nierensteinen eingesetzt. In der modernen Schmerztherapie übertragen Stoßwellen Energie vom Ort der Erzeugung, dem Stoßwellengerät, auf die Schmerzzonen im menschlichen Körper. Dort entfalten sie ihre Wirkung.

Quelle: Fa. Storz Medical

 

Sie kommt insbesondere bei folgenden Leiden zur Anwendung:

  • Schulterschmerz, z.B. Kalkschulter
  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Patellaspitzen-Syndrom (»Jumper‘s knee«)
  • Schienbeinschmerzen/ Tibiakanten-Syndrom
  • Schmerzen der Achillessehne
  • Fersensporn, Fersenschmerz
  • Chronische Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden
  • Muskelverspannungen durch schmerzende Muskelknötchen (Trigger) und Faszien.
    Gerade die stoßwellengestütze Faszientherapie ist eine erstaunliche Therapiemöglichkeit.
  • Arthroseschmerz
  • Hüftschmerz

Diese physikalische Methode ist arm an Nebenwirkungen und damit schonend, jedoch durchaus nicht unbedingt schmerzfrei. Durch die Stoßwellen wird außerdem eine Freisetzung von bestimmten Botenstoffen stimuliert, die Heilungsprozesse anstoßen sollen. Schmerzrezeptoren werden geschädigt, die Schmerzweiterleitung, durch Überreizung auf Rückenmarksebene gehemmt. Die Behandlung hat eine Linderung der Schmerzen als Ziel.