Die Verteilung der Körpermasse auf Körperfett und Muskulatur ist in verschiedenen Zusammenhängen medizinisch relevant. Zum einen unterstützt diese Untersuchung eine Osteoporose-Diagnostik, weil es für die Beurteilung des Osteoporose-Risikoprofils auch auf den Anteil der Muskulatur ankommt. Eine starke Muskulatur stützt die Knochen und verringert das Risiko von Brüchen.

Auch lässt sich mit einer solchen Messung genau bestimmen, wer übergewichtig oder adipös im Sinne der üblichen Definitionen ist. Dabei erhalten gerade auch Abnehmwillige weitere Angaben, zum Beispiel zu ihrem Grundumsatz. Dem Abnehmen förderliche Kalorienmengen können so leichter bestimmt werden. Die Rechengröße BMI führt bei dieser Bestimmung nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen, weil ein hohes Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße auch durch einen hohen Anteil an Muskelmasse bedingt sein kann. Besonders trainierte Menschen kommen daher über den nur rechnerisch ermittelten BMI zu verfälschten Aussagen bei der Bewertung ihres Gewichts.

Eine weitere Motivation für eine solche Messung liegt etwas abseits medizinischer Gründe: Oft möchten Leistungssportler, die am Aufbau ihrer Muskeln arbeiten, den Erfolg durch Messwerte nachvollziehen können. Die Messung der Körperzusammensetzung - manche sprechen auch nur von einer Körperfettmessung - mittels DXA kann Aufschluss über folgende Werte geben:

  • Anteil und Verteilung des Körperfetts
  • Anteil und Verteilung des Körperwassers
  • Knochendichte
  • Exakter Body-Mass-Index (BMI) durch die Messdaten
  • Berechneter Grundumsatz (benötigte Kalorien pro Tag)

Wie bei der reinen Knochendichtemessung per DXA werden Röntgenstrahlen zur Feststellung des Durchdringungsgrades benutzt und in Beziehung zu den Normwerten gesetzt.