Diese Untersuchung ist fester Bestandteil der Osteoporose-Diagnostik nach den Leitlinien des DVO. Osteoporose tritt meistens um das 60. Lebensjahr auf. Frauen nach den Wechseljahren sind häufiger betroffen als Männer. Osteoporose verstärkt den üblichen Abbau von Knochen, der normalerweise ab dem 30. Lebensjahr einsetzt, um ein Vielfaches. Bei dieser Erkrankung verlieren die Knochen des menschlichen Skelettsystems ihre Festigkeit, sie demineralisieren und verlieren gleichzeitig lebendige Zellen, dadurch werden die Knochen brüchig. Sie können bei Vollausbildung der Erkrankung später auch ohne äußere Einwirkung brechen.

Bei sogenannten Sinterungsbrüchen brechen ganze Wirbelkörper ein. Jeder Sturz birgt die Gefahr schwerer Knochenbrüche für Betroffene, wie den Oberschenkelhalsbruch. Osteoporose ist eine schleichende, lange Zeit fast symptomlos verlaufende Erkrankung. Es ist daher besonders wichtig, Risikofaktoren und eine beginnende Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Eine sekundäre Osteoporose kann durch bestimmte andere Erkrankungen oder bestimmte Arzneimittel hervorgerufen werden.

Im Rahmen der Osteoporose-Diagnostik werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Prüfung von Osteoporose-Risikofaktoren durch Aufnahme der Kranken- und Familiengeschichte
  • Verschiedene Untersuchungen und Tests im Hinblick auf Körpergewicht und -größe, Beweglichkeit, Beinkraft und Gleichgewichtssinn
  • Laboruntersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen, die eine erhöhte Knochenbrüchigkeit bedingen können.
  • Knochendichtemessung per DXA-Verfahren

Bei der Knochendichtemessung im DXA-Verfahren (DXA steht hier für Dual-X-Ray-Absoptiometry oder Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung) treffen zwei Röntgenstrahlen unterschiedlicher Intensität regelmäßig auf Lendenwirbelsäule und Hüftknochen. Die Untersuchung mit DXA ist grundsätzlich am ganzen Körper möglich. Mit der Messung wird der sogenannte T-Wert (T-Score) ermittelt. Dieser steht für ein ganz bestimmtes Osteoporose-Risikoprofil und ergibt sich aus der Möglichkeit der Röntgenstrahlen, den Knochen zu durchdringen.

Je stärker die Strahlung den Knochen durchdringt, desto schwächer ist er. Der ermittelte T-Wert wird dabei mit dem Durchschnittswert knochengesunder 30-jähriger Männer und Frauen verglichen. Liegt der Wert unter -2, ist die Knochendichte vermindert. T-Werte kleiner oder gleich -2,5 sprechen nach den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine bereits ausgeprägte Osteoporose. Die Therapie richtet sich dann nach den aktuellen deutschen Leitlinien zur Erkennung und Behandlung einer Osteoporose in der letzten Fassung von 2014 unter Berücksichtigung der Summe der Risikofaktoren.