Die Akupunktur als Teil der klassischen chinesischen Medizin (TCM) ist eine alternative Heilmethode. Die Chinesen begreifen den menschlichen Organismus als energetisches System. Solange dieses System gesund ist, fließt die Energie - das Chi oder Qi - unbehindert und frei durch den Körper. Bilden sich Blockaden oder stockt der Energiefluss, wird der Mensch krank.

Es ist dann Aufgabe des Therapeuten, den Ort der Störung oder Blockade zu finden. Dabei sieht die chinesische Heilkunde bestimmte energetische Punkte, die wie auf einer Landkarte an sogenannten Meridianen entlanglaufen und entscheidende Impulse für den Energiefluss setzen. Diese Punkte sind alle miteinander verbunden. Sie sind nicht immer in der Nähe eines betroffenen Körperteils oder Organs zu finden. Die bei einem Leiden ansprechenden Punkte werden mittels feiner Nadeln stimuliert und setzen so die Energie wieder frei. Die Stimulation erfolgt, indem die Nadeln an dem Punkt in die Haut gestochen werden und dort für eine bestimmte Zeit verbleiben. Man spricht davon, dass sie gesetzt werden.

Die kompetente Anwendung der Nadeln und der Akupunktur erfordert eine spezielle Ausbildung und Erfahrung. Bei schmerzhaften Einschränkungen des Bewegungsapparates gibt es wissenschaftlich fundierte Studien zum Wirksamkeitsnachweis. Auch wird sie bei funktionellen Organstörungen und Allergien eingesetzt. Sie ist dabei eine sehr schonende, sanfte Behandlungsmethode, die arm an Nebenwirkungen ist.

Auch wenn die Akupunkturnadeln zunächst einschüchternd wirken mögen, so ist deren Setzen meist beschwerdearm. In China wird die Methode seit 2000 Jahren angewendet. Sie hat sich auch im Westen als eine gängige alternative Behandlungsform etablieren können.